ORACLE-Datenbank System

November 15, 2009

Das ORACLE – Datenbanksystem der Firma ORACLE, mit Hauptsitz in Redwood Shores, ist mit einem Marktanteil über 40% eines der weltweit meist genutzten Datenbanksysteme im Wirtschaftssektor. Neben einer kostenlosen Express Edition (XE) gibt es für den Mid- und Großrechner-Bereich die lizenzpflichtige Enterprise-Variante, die vor allem in größeren Konzernen zum guten Datenbank-Repertoire gehört. Die Daten können dabei sowohl relational als auch objektrelational verarbeitet und gespeichert werden.

Backup

Zu den Hauptmerkmalen einer proprietären Datenbank gehört das Backup (Datensicherung) und das Recovery (Datenwiederherstellung), beides sind Funktionalitäten auf die Sie in ORACLE mit unterschiedlichen Methoden zurückgreifen können. Das Backup der Datenbank ist eine zwingende Notwendigkeit, um z.B. bei einem Crash die entsprechenden Daten wiederherstellen zu können. Nach Studien zufolge ist der Verlust eines Megabytes an Daten mit ungefähr 1.000 Euro beziffert, doch selbst diese Expertenannahme dürfte für ein betroffenes Unternehmen, welches urplötzlich unter dem “Daten-Super-Gau” leidet, weit unterbeziffert sein. Eine sichere und zyklische Backup-Strategie zur Datenrettung ist damit ein Kernstück zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs.

Funktionalitäten

ORACLE bietet hierfür unterschiedlichste den Datenbestand sowohl im Offline- als auch im Online Betrieb zu sichern und komplett wiederherzustellen. Die Möglichkeiten der Sicherung beginnen bei dem bekannten Offline-Backup, bei dem die Datenbank in ihrer Gänze komplett kopiert und abgespeichert wird, als auch im logischen Backup wo lediglich zu einem definierten Zeitpunkt der Datenbestand, zzgl. Strukturinformation zum Wiederaufsetzen der Datenbank, exportiert und auf einem externen Medium gespeichert werden kann. Das Online-Backup nimmt eine Sonderrolle ein, da hierfür besondere Aufwände einzuplanen sind aber dies ist in einem 24/7 Betrieb unerlässlich und wird ebenfalls unterstützt.

Die Datenwiederherstellung ist nach einem Super-Gau jederzeit möglich, vorausgesetzt die Backup-Strategie hat gegriffen und man kalkuliert den zeitlichen Aufwand mit ein. Genau aus diesem Grund verwenden größere Konzerne ein so genanntes „Spiegel-System“ welches die On- oder Offline Backups in die andere Instanz kopiert und integriert. Somit entsteht im „Worst-Case“ lediglich ein Verlust von wenigen Stunden aber der Geschäftsbetrieb kann über den „Spiegel“ aufrechterhalten werden, indem man kurzerhand auf die neue Instanz verlinkt.

ORACLE bietet in sich mit den Backup- als auch Wiederherstellungs-Funktionalitäten das entsprechende Werkzeug die geschäftskritischen Daten jederzeit konsistent zu halten aber sie müssen auch genutzt als auch gelebt werden. Eine entsprechende Strategie für das Backup und mögliche Szenarien zur Datenrettung unterliegen jedoch dem jeweiligem Verantwortlichen, der entsprechend sensibilisiert und geschult sein sollte.

Funktionalitäten

Für die Datensicherung stehen drei Methoden zur Verfügung.

1. Offline-Backup: Im Offline Modus wird die Datenbank gestoppt, so dass keinerlei Operationen durch Benutzer vorgenommen werden können. In diesem konsistenten Modus, der vorzugsweise bei geringer Userbelastung durchgeführt werden sollte, werden alle Datenbankdateien kopiert und z.B. innerhalb der aktuellen Instanz gespeichert oder vorzugsweise auf ein separates Spiegelsystem kopiert.

2. Online-Backup: Wie beim Offline-Backup werden auch hier, allerdings während dem laufenden Betrieb, die entsprechenden Datenbankdateien kopiert und gespeichert. Die Online-Sicherung ist jedoch mit zusätzlichen Vorbereitungen und Aufwänden verbunden aber für Systeme die 24/7 zur Verfügung stehen müssen die einzige Möglichkeit.

3. Logisches Backup: Beim logischen Backup wird im Gegensatz zum Online- und Offline Backup lediglich der Datenbankinhalt zu einem definierten Zeitpunkt exportiert und z.B. auf externe Medien gespeichert. Der Datenstand in den Exportdateien beinhaltet dabei die Daten zum Startzeitpunkt des Exports. Für die Wiederherstellung der Datenbank können sinnvollerweise auch Strukturinformationen exportiert werden.

Weblinks

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